Bedeutung Brasiliens im Kaffeemarkt
Deutschland zählt zu den wichtigsten Abnehmern von Kaffee aus Brasilien. Das Land ist seit rund 150 Jahren der weltweit größte Produzent und Exporteur von Kaffee und prägt den globalen Kaffeemarkt wie kein anderes Herkunftsland. Auf einer Anbaufläche von etwa 2,3 Millionen Hektar entsteht eine enorme Vielfalt an Kaffees, die vom Massenmarkt bis hin zu hochwertigem Specialty Coffee reicht.
Kaffeeanbau in Brasilien
Brasilien baut überwiegend Arabica-Kaffee an. Ein kleinerer Teil der Flächen ist Robusta (lokal Conillon) vorbehalten. Die Farmstrukturen sind sehr unterschiedlich: Neben großen Plantagen gibt es zahlreiche kleinere Betriebe. Über 85 % der rund 287.000 Kaffeeproduzent:innen gelten als sogenannte Small Holder mit bis zu 20 Hektar Land.
Der brasilianische Kaffeeanbau stand lange in der Kritik – unter anderem wegen Monokulturen, hoher Erträge und intensiver Bodennutzung. In den letzten Jahren hat sich jedoch viel verändert. Staatliche Vorgaben verpflichten größere Farmen dazu, Teile ihrer Flächen als Mischwald zu erhalten. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für bodenschonende Bewirtschaftung und einen gezielteren Einsatz von Düngemitteln. Viele Farmer investieren heute bewusst in Qualität und Nachhaltigkeit.
Im Gegensatz zu vielen afrikanischen Herkunftsländern arbeiten brasilianische Farmer meist eigenständig und nur selten in klassischen Kooperativen.